Energiesparhäuser

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, ein energieeffizientes Gebäude zu realisieren – und entsprechend viele Bezeichnungen für das Ergebnis. Diese Begriffe sind oft nicht sehr genau definiert und werden eher umgangssprachlich gebraucht. Öffentliche Förderprogramme beziehen sich auf die geltenden Vorgaben aus den gesetzlichen Anforderungen und ändern sich dadurch mit jeder Neuauflage der EnEV. Die Standards der KfW beziehen sich darauf.
Greensurance® hat die gebräuchlichsten Begriffe mit einem energetischen Bezug versehen, um möglichst objektiv Ökopunkte vergeben zu können.
Energetisch modernisiertes Einfamilienhaus: Bei einer Modernisierung kann man nicht beliebig «gut» werden, da gewisse bauliche Randbedingungen beachtet werden müssen und eine energetische Sanierung auch finanzierbar sein sollte. Ein Primärenergiebedarf von 150-120 kWh/(m²*a) ist in der Regel mit vertretbarem technischem und finanziellem Aufwand erreichbar.
Einfamilienhaus Neubau: Greensurance® setzt dafür einen Standard von 120-70 kWh/(m²*a) fest, der sich an dem seit dem Jahr 2009 geltenden Standard der EnEV orientiert.
Niedrigenergiehaus: besagt lediglich, dass der energetische Standard deutlich besser als der Neubaustandard (Bezugsjahr 2012) liegt. Greensurance® sieht das für Primärenergiewerte von 70-40 kWh/(m²*a)
 erfüllt. Diese Werte sind bei Mehrfamilienhäusern Neubaustandard!
3-Liter-Haus: auch diese Bezeichnung wird in der Regel nicht so eng gesehen, wie die genaue Bezeichnung suggeriert. Greensurance® nimmt es wörtlich. Wir sehen das 3-Liter-Haus bei einem Primärenergiewert von 30 kWh/(m²*a) als gegeben. Dieser Wert entspricht einem Bedarf von ca. 3 l Öl pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche.
Passivhaus: ist ein Haus, das keine Heizung im klassischen Sinn mehr benötigt, da die Wärmedämmung so gut ist, dass die sog. inneren Gewinne, also die Abwärme von Geräten, die solare Einstrahlung sowie die von den im Haus lebenden Personen abgestrahlte Wärme als Beheizung ausreichen. Der Energiebedarf insgesamt liegt damit bei ca. 15 kWh/(m²*a) . Vorreiter in der Entwicklung dieses Gebäudetyps ist das Passivhaus Institut in Darmstadt.
Nullenergiehaus: ist ein Haus, dem im Jahresmittel keine Energie von außen zugeführt werden muss, sondern das die benötigte Energie (Strom und Wärme) über solare Anlagen selber produzieren kann. Ist das Gebäude in der Lage, sich tatsächlich von der öffentlichen Versorgung abzukoppeln, ist es energieautark. Produziert es sogar mehr, als es selber verbraucht, spricht man vom Plusenergiehaus. Nicht berücksichtigt wird bei diesen Bezeichnungen allerdings die sog. «Graue Energie», also die Energie, die zur Herstellung der Gebäude benötigt wird.